Digitale Welt........

Freitag, 23. oktober 2009 5 23 /10 /2009 11:45
http://rettedeinefreiheit.de




http://rettedeinefreiheit.de/



RetteDeineFreiheit.de: Anschauen, nicht wegschauen!

News Redaktion am Montag, 14.09.2009 18:49 Uhr

 

Der in Hamm lebende Filmemacher Alexander Lehmann hat heute mit dem Kurzfilm "RetteDeineFreiheit.de" die Fortsetzung von "Du bist Terrorist" veröffentlicht. Wir haben uns kurz mit dem Ersteller dieses außergewöhnlichen Werkes unterhalten. Allen, die weder das eine noch das andere Video kennen und denen die Zukunft des Internet nicht völlig egal ist sei an dieser Stelle angeraten: Anschauen ist Pflicht!

Designstudent Alexander Lehmann hat erneut mit spitzer Feder so einiges "herausgefunden" und ans Tageslicht gebracht, was zwar allen Entscheidungsträgern in Berlin, aber offenbar niemand von der Bevölkerung klar war. (Achtung, Ironie!) Nämlich, dass das deutsche Internet von einer Bilderflut an anfixender Kinderpornografie überschwemmt wird. So gilt es die milliardenschwere KiPo-Industrie mit einem einzigen Stoppschild von 100 auf Null auszubremsen. Die Taktik ist die Gleiche, wie sie in unzähligen deutschen Haushalten praktiziert wird. Schreit das Kind des Nachbarn, weil es geschlagen wird: Einfach wegschauen. Bitte nicht nachhaken! Bitte nicht nachdenken, bitte nicht stören. Jeder stolpert tagtäglich über die massive Bilderflut an gefährlicher kinderpornografischer Ware im Internet. Es gilt, vorsichtig zu sein. Ansonsten könnte man als Zuschauer von der überaus bedrohlichen viralen Materie angesteckt werden. Normale Pornos machen heterogen, Schwulenpornos machen ja bekanntlich schwul, Lesbenpornos lesbisch - oder etwa nicht?

Wir von gulli haben Alexander ein wenig von seiner Lebenszeit geklaut und ihn kurz zu seinem Projekt befragt.

 

Lars Sobiraj: Was hat dich dazu motiviert, diesen Film zu erstellen?


Alexander Lehmann: Motiviert hat mich die gesamte Debatte um die Netzzensur. Wenn man sich alle Argumente und Fakten neutral vor Augen führt, so bleiben sehr wenig übrig die FÜR die Netzsperren sprechen. Dass unsere Politiker sich trotzdem dazu entschieden haben sie einzuführen, lässt nichts Gutes erahnen.

Die Ankündigungen von verschiedenen CDU Politikern, dass man Killerspiele und "Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde" im Netz regulieren will, hat die Befürchtungen nur bestätigt. Man will das Internet offensichtlich mit Zensur kontrollieren.

Ebenso hat es gezeigt, dass es niemals um die Opfer von Missbrauch ging - sie wurden einfach nur ausgenutzt.

 

Lars Sobiraj: Hast du den Link zum Film ein paar Politikern geschickt? Kam eine Reaktion?


Alexander Lehmann: Ich habe den Link bisher nur ein paar Politikern geschickt. Ich hoffe aber das er "die Runde" machen wird und noch viele andere Leute erreicht. Reaktionen gab es noch keine - das Video ist ja noch frisch.

 

Lars Sobiraj: Wollen dir die Politiker überhaupt zuhören?


Alexander Lehmann: Ich kann schlecht erahnen, inwieweit sie das Video ernst nehmen werden. Ich denke, dass ein tiefer Graben zwischen denen verläuft, die das Internet täglich nutzen, und um seine Vielfältigkeit und seine positiven Seiten weiß - und denen die es "ausdrucken".

Ich kann mir durchaus vorstellen das gewisse Lobbys das "Netzsperren-Gesetz" mit vorangetrieben haben. Die Musikindustrie hat dies ja schon offen zugegeben.

 

Lars Sobiraj: Wie wurde der Film technisch gesehen realisiert? Welchen Vorlauf hattet ihr, wie viele Personen waren daran beteiligt?


Alexander Lehmann: Benutzt habe ich 3dsmax und diverse Compositing Programme.

Ich habe das meiste auf einem neuen Computer gemacht, den ich mir quasi extra für das Projekt gekauft habe - sonst hätte es viel länger gedauert. Gerendert habe ich auf 5 Computern. Das Rendering allein hat 7 Tage gedauert.

Ich habe mit dem Film an sich am 31. August 2009 begonnen. Davor habe ich viel mit Gedanken und Ideen gespielt. Außer mir haben noch zwei andere Personen an dem Film mitgearbeitet. Herr Siemon als Sprecher und Herr Thurig, der die Aufnahmen und das Mastering vorgenommen hat. Alles was Bild ist, kommt direkt von mir. Oh, was ich noch sagen wollte zu meinem Ziel:

 

Ganz im Sinne der CDU:

 

Wenn auch nur ein Wähler von meinem Video daran gehindert wird CDU oder SPD zu wählen, dann hat sich das Video für mich schon gelohnt.

 

 

 

Quelle:   Interview - gulli.com

Quelle:   Video - youtube.de

Quelle:   http://rettedeinefreiheit.de/

von Parkgott - veröffentlicht in: Digitale Welt........
Kommentar hinzufügen - Kommentare () - empfehlen
Mittwoch, 21. oktober 2009 3 21 /10 /2009 19:14

In den VZ-Netzwerken gab es noch ein paar mehr Sicherheitsprobleme, als bisher bekannt sind. Das ist vor dem Hintergrund spannend, wie die VZ-Gruppe in den letzten Tagen kommuniziert hat: Da hieß es immer, es seien nur Daten gecrawlt worden, die innerhalb des Netzwerkes öffentlich zugänglich waren. Das stimmt so nicht ganz. Mit der richtigen Technik konnte man auch auf Daten zugreifen, die als “Privat” eingestellt waren, bzw. nur für Freunde zugänglich sein sollten. Wir haben uns mit einer Person in Berlin getroffen, der uns mehr dazu erzählt hat. Nennen wir ihn mal Lutz Harder. (Das ist übrigens nicht unsere erste Quelle.)


netzpolitik.org: Was genau hast Du heraus gefunden und wie bist du vorgegangen?

Lutz Harder: StudiVZ verwendet verschiedene Schutzmechanismen um seine Nutzer zu schützen, dazu gehören u.a. das Captcha-System und Einstellmöglichkeiten unter Privatsphäre. Dort kann der User Einstellungen vornehmen, um sensible Daten wie u.a. das Geburtsdatum für die Öffentlichkeit sperren. Ebenso können bestimmte Profilbereiche (Fotos, Freunde) explizit nur für den Freundeskreis freigeschaltet werden.

Das alte Captcha-System (bis Samstag) von StudiVZ verwendete eine Version mit verschiedenen Schriftarten, Farben und Größen. Aufgrund der fehlenden Variation der einzelnen Zeichen ließ sich das Captcha-System mit PHP (inkl. GD Lib),cURL, MySQL und SQLite aushebeln. Hierzu wird mittels PHP und cURL dem StudiVZ ein normaler User vorgegaukelt. Die Captcha-Grafik wird heruntergeladen, auf dem Server gespeichert, in seine einzelnen Buchstaben zerlegt und diese mit einer vorher erstellten Zeichendatenbank abgeglichen. Das Zerlegen und erkennen des Captchas dauert ungefähr 1 Sekunde bei optimierten Algorithmen. Die Gesamterkennungsquote lag durchschnittlich bei 70%.

Um nun bei StudiVZ genügend Profile crawlen zu können, benötigt man die gehashten User-IDs der Nutzer. Um an diese zu kommen gibt es verschiedene Möglichkeiten:


1. Über die Freundeslisten der User.


2. Über die Gruppen im StudiVZ: Diese Variante lässt sich sogar ohne einen Captcha-Knacker nutzen, weil das Captcha-System nicht bei Ajax-Funktionen in den VZ-Netzwerken greift.


3. Über die implementierten Suchfunktionen im StudiVZ. Hier existierten bis gestern Abend eklatante Sicherheitslücken, die meiner Meinung nach gegen die Datenschutzvorschriften verstießen.


Es war möglich über die vorhandenen Sucheinstellungen (Alter, Universität, Beziehungsstatus…) Rückschlüsse auf für die Öffentlichkeit gesperrte Nutzerdaten zu ziehen. Das heißt, es hat jemand bei StudiVZ sein Geburtsdatum angegeben, es aber nur für Freunde freigeschaltet, so konnte man dennoch über die Supersuche im StudiVZ herausbekommen. Unter gewissen Umständen war es nötig die Suche manuell auf Geburtstag und Geburtsmonat zu beschränken und danach eine Suche nur über das Alter zu starten, womit sich das korrekte Geburtsdatum dann errechnen ließ. So konnte man sich eine ausführliche Datensammlung von VZ-Nutzern mit sehr viele persönlichen Daten anlegen, die eigentlich nur für Freunde sichtbar sein sollten.

Natürlich habe ich das nur zu Testzwecken ausprobiert, um die Sicherheitslücke zu identifizieren. Alle gespeicherten Daten wurden unverzüglich nach dem Testlauf gelöscht.


netzpolitik.org: War das nur bei StudiVZ möglich oder auch bei SchülerVZ?

Lutz Harder: StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ beruhen auf der selben Plattform. Ich konnte mein Programm erfolgreich bei allen VZ-Netzwerken testen. Die Unterschiede in den Systemen waren marginal, es mussten lediglich einzelne URLs angepasst werden.


netzpolitik.org: Gab es irgendwelche Hürden von Seiten von VZ?

Lutz Harder: Um das maschinelle Auslesen von Nutzerdaten zu verhindern, gibt es neben dem Captcha-System die Möglichkeit die Anzahl der maximalen und zeitgleichen Zugriffe je Nutzer oder IP zu begrenzen. Diese bzw. ähnliche Sicherheitsmechanismen hat die VZ-Gruppe nur beim “Gruscheln” und im internen Mailsystem implementiert. Bekannte Meldungen aus dem VZ-Netzwerk sind “Massennachricht erkannt…” oder “Du hast in letzter Zeit zuviel gegruschelt..”. Bei normalen Profilaufrufen gab es keine Beschränkung.


netzpolitik.org: Welcher Aufwand war nötig, so ein Programm zu entwickeln?

Lutz Harder: Um automatisiert die Captchas zu lösen, war ungefähr ein Entwicklungsaufwand von 15 Stunden notwendig inkl. erstellen einer einfach Zeichendatenbank, welches sich selbständig erweiterte. Da StudiVZ öfters kleine Änderungen am System vornahm, musste das Crawling-Programm ständig angepasst werden, so dass der komplette Zeitaufwand sich schwer abschätzen lässt. Die Anpassungsarbeiten war aber der kleinere Teil des Zeitaufwandes. Somit lässt es den Schluss zu, das im gesamten VZ-Netzwerk viele ähnliche Crawling-Bots unterwegs waren, wenn man bedenkt wie viele Programmierausschreibungen an Freelancer gerichtet wurden.


netzpolitik.org: Was hat man jetzt bei der VZ-Gruppe geändert?

Lutz Harder: Nach dem publik werden der “Sicherheitslücken” im VZ-Netzwerk, wurde das Captcha-System auf das sicherere reCaptcha System umgestellt, welches u.a. schon bei Facebook im Einsatz ist. Außerdem scheint es nun eine Limitierung der maximalen Zugriffe auf Profile zu geben (siehe Stellungnahme seitens VZ-Netzwerk).


netzpolitik.org: Was könnte man mit den gesammelten Daten anstellen?

Lutz Harder: Zum Beispiel lassen sich anhand von: Vorname, Nachname, Wohnort und Geburtsdatum Schufa-Abgleiche fälschen. Ebay nutzt dieses Verfahren um seine Nutzeraccounts zu validieren. Weiteres muss dazu nicht gesagt werden. Im Netzwerk selbst konnte man auch automatisiert Nutzer belästigen, in dem man unbegrenzt und wiederholt Freundschaftseinladungen an fremde Profile verschickte. Auch das wiederholte Besuchen von Profilen empfanden viele Nutzer als Belästigung. Sie fühlten sich teilweise von einem Stalker verfolgt.

 

 

 

Quelle: netzpolitik.org

 





Okt 20th, 2009 @ 19:05

StudiVZ hat um 18:35 folgenden Blogpost veröffentlicht und gleich danach wieder gelöscht: http://developer.studivz.net/2009/10/20/neue-sicherheitsmassnahmen-seit-heute-nacht-aktiv/


————-
Neue Sicherheitsmassnahmen seit heute Nacht aktiv
von developer.studivz.net von Sebastian Galonska


Seit heute Nacht haben wir auf unseren Plattformen schülerVZ, studiVZ und meinVZ zusätzliche Sicherheitsmassnahmen in Betrieb genommen, welche die Nutzung unserer Produkte für alle Benutzer sicherer machen.


-Wir verwenden ab sofort das zur Zeit sicherste Captchasystem, reCaptcha. Die dort generierten Codes sind erwiesenermaßen nicht maschinell lesbar. Dadurch schützen wir unsere Seiten vor automatisierten Crawlern.


-Wir haben “Rate Limits” eingeführt. Diese Limits liegen so hoch, dass ein Mensch nie an diese Grenzen stoßen wird, lediglich Crawler werden hier ausgeschlossen. Dabei zählen wir die Anzahl der Zugriffe, die ein angemeldeter User auf unseren Seiten durchführt. Ab einer sehr hohen Zahl von Zugriffen wird der Account für 6 Stunden gesperrt.


-Es besteht nun die Möglichkeit, seine Session an seine IP-Adresse zu binden. Dadurch wird das “Session Hijacking” verhindert.

Darüberhinaus arbeiten wir an weiteren Sicherheitsmechanismen, um die Privatsphäre unserer Benutzer noch besser zu schützen.
————-

 

 

Quelle: StudiVZ Entwicklung  (wurde bereits gelöscht)

 

 

Quelle:  StudiVZ im Google Cache

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar von

  1. Jörg-Olaf Schäfers
    Okt 20th, 2009 @ 18:37
  2.  

  3. Das heißt, es hat jemand bei StudiVZ sein Geburtsdatum angegeben, es aber nur für Freunde freigeschaltet, so konnte man dennoch über die Supersuche im StudiVZ herausbekommen.

  4.  

     

  5. @Jojo: Stimmt, den Bug hatte ich schon damals vor dem Verkauf an Holtzbrink dokumentiert. Dazu dürfte evtl. auch noch was in der c’t oder bei Heise online zu finden sein.

    Ah, hier, Heise Online vom 27.11.2006(!):

  6.  

     

  7. Heute wurde eine weitere Lücke im System bekannt. Der Paderborner Blogger Jörg-Olaf Schäfers dokumentiert in seinem Weblog eine Möglichkeit, an private Daten der StudiVZ-Nutzer heranzukommen, ohne dafür autorisiert zu sein. Schäfers machte sich die “Super-Suche” des Portals zunutze, die zwar derzeit nicht bei StudiVZ verlinkt wird, aber dennoch per URL-Aufruf verfügbar ist. Durch gezielte Suchanfragen konnte Schäfers zum Beispiel den Beziehungsstatus eines Nutzers erfahren, der sein Profil auf privat geschaltet hatte. Zwar wurde die Profilseite selbst nicht angezeigt, auf den Ergebnisseiten waren die Daten aber dennoch in Erfahrung zu bringen.

  8.  

     

  9.  

  10. Ziemlich erschreckend, dass das immer noch (bzw. wieder) funktioniert ,(














von Parkgott - veröffentlicht in: Digitale Welt........
Kommentar hinzufügen - Kommentare () - empfehlen
Montag, 19. oktober 2009 1 19 /10 /2009 17:01

Die Berliner Polizei hat am Sonntag einen 20-jährigen Mann festgenommen, der verdächtigt wird, unerlaubt Daten aus dem Sozialen Netzwerk schülerVZ abgezogen zu haben.


Laut Mitteilung der VZ-Netzwerke (studiVZ, schülerVZ, meinVZ) vom Montag nahm die Berliner Polizei am Sonntag im Fall des unerlaubten Zugriffs auf schülerVZ-Daten eine "dringend tatverdächtige" Person fest. Ein Sprecher der Berliner Polizei bestätigte das am Montag gegenüber ORF.at.

Es handle sich dabei um einen 20-jährigen Mann, der in Berlin auf einen Hinweis seitens der VZ-Netzwerke hin festgenommen worden sei. Derzeit werde der Mann vernommen, es könne sich noch am Montag entscheiden, ob er einem Richter vorgeführt werde. Die VZ-Netzwerke hätten gegen den Mann namentlich Anzeige wegen Ausspähens von Daten erstattet.


Verschiedene Quellen

Auf Anfrage von ORF.at sagte Markus Beckedahl, Verantwortlicher des deutschen Bürgerrechtler-Blogs Netzpolitik.org, es handle sich bei dem Mann nicht um die anonyme Quelle, die ihn vor zwei Wochen auf Sicherheitsprobleme aufmerksam gemacht habe, die es einem registrierten Nutzer erlaubten, mittels eines automatisierten Vorgangs große Mengen strukturierter Nutzerdaten aus dem Sozialen Netzwerk schülerVZ zu kopieren. Beckedahl hatte die entsprechenden Vorwürfe am vergangenen Freitag auf Netzpolitik.org publiziert.

Im Rahmen der Affäre sei auch bekanntgeworden, dass ein weiterer Satz von schülerVZ-Daten im Netz kursiere, so Beckedahl. "Die VZ-Netzwerke suchen verzweifelt die Daten", sagt Beckedahl, "Wenn jetzt schon zwei Datenbanken aufgetaucht sind, dann kann man sich fragen, wie viele Kopien sonst noch im Netz unterwegs sind."



Quelle: futurezone.at


von Parkgott - veröffentlicht in: Digitale Welt........
Kommentar hinzufügen - Kommentare () - empfehlen
Sonntag, 18. oktober 2009 7 18 /10 /2009 16:46

Nach der am Freitag bekanntgewordenen Datenpanne beim Online-Netzwerk schülerVZ haben die Betreiber am Samstag mitgeteilt, den Täter inzwischen identifiziert und mit ihm Kontakt aufgenommen zu haben.


Demnach soll der Täter gegenüber den Betreibern der VZ-Netzwerke (schülerVZ, studiVZ, meinVZ) erklärt haben, dass er die Daten weiteren Personen zur Verfügung gestellt habe. Namen wolle der Täter nicht nennen, jedoch sei er bemüht, die Personen dazu zu motivieren, die Daten zu löschen.

Die deutsche Bürgerrechtsplattform Netzpolitik.org gab am Freitag bekannt, dass ihr "mehr als eine Million Datensätze" von schülerVZ-Nutzern zugespielt worden seien. SchülerVZ ist ein Spin-off des Sozialen Netzwerks studiVZ, beide Sites gehören zum deutschen Medienkonzern Holtzbrinck. Die VZ-Netzwerke-Betreiber betonten allerdings, dass es sich ausschließlich um Daten handle, die für alle Nutzer einsehbar seien. Private Daten wie Adressen, Telefonnummern und Passwörter seien nicht betroffen.


Datenerfassung umstritten

Umstritten ist nach wie vor, wie die Daten ausgelesen wurden. Die schülerVZ-Betreiber erklären in ihrem Blog, dass es sich um einen registrierten Nutzer bei schülerVZ handle, der die Profile der anderen Nutzer händisch aufgerufen, kopiert und gesammelt habe. Netzpolitik.org-Autor Markus Beckedahl betont in seinem Blog jedoch, dass er ein automatisiertes Auslesen der Datensätze über die öffentliche Suche vermutet.

Zudem gibt es Unklarheiten über den "Informanten". SchülerVZ ist der Meinung, dass es sich bei der Quelle von netzpolitik.org nicht um den tatsächlichen Verursacher, sondern um einen "Trittbrettfahrer" handle, der lediglich Zugang zu den Daten des eigentlichen Täters hatte.


Zweiter Fall

Beckedahl vermutet hingegen, dass es sich um unterschiedliche Quellen handelt. Der Netzpolitik.org-Autor meint, dass mehrere Datensätze im Umlauf seien und spricht von einem "zweiten Fall". Darüber hinaus seien dem Autor weitere Hinweise auf bedenkliche Sicherheitslücken bei schülerVZ zugespielt worden.

 

 

 

Quelle: futurezone.at

 

 

 

 

 

In einem Blog befand sich folgenden Text

 


 

 

 

Vor einiger Zeit hatte ich ja schonmal was über meinen StudiVZ / SchülerVZ Crawler geschrieben. Tjo, vor 2 Tagen hab ich mich entschlossen in einer Community die komplette Datenbank vom Bot (SchülerVZ) zum Download bereitzustellen. Und was muss ich heute auf Zeit Online/golem.de lesen? >*klick* *klick*

> YoutubeVideo von dem Crawler
> Alter Blogpost von mir

Read more..

Ich bin mal gespannt, wie die Sache ausgeht. Wer die DB auch immer an den Netzpolitik Blog weitergegeben hat, “danke” dafür.. gerade da ich diese im “Level-2″ Bereich der besagten Community gepostet habe – und das nicht umsonst.

Noch eine Frage am Ende die ich mir wohl stellen sollte: Bin ich ein “Hacker” weil ich über ein Script Daten sammle?

Update: Ich hab natürlich immer noch mehrere SchülerVZ Accounts. Was ich da jedoch gerade lesen musste dreht mir den Magen um (Originalzitat):

Die Daten, die ein schülerVZ-Nutzer illegal und entgegen der VZ-AGB kopiert hat, sind wieder in Sicherheit.

Update2: Nach einem längerem ICQ Gespräch mit dem VZ sowie einigen telefonaten hat sich herausgestellt das es sich bei den Daten die ich gepostet habe _nicht_ um die Daten die dem netzpolitik.org Blog vorgelegen haben gehandelt hat.

Es sind also zz. zwei Datenbanken im Umlauf – die von mir ist jedoch um einiges “ausführlicher”. Hier stehen zusätzlich die Hobbys, die Lieblingsmusik, Lieblingsfilme etc. drin. Darüber hinaus handelt es sich um Datenbanken aus allen drei Portalen – wobei nur die aus dem SchülerVZ public war – und genau von dieser Datenbank dürften im Internet noch einige Kopien rumfliegen da diese von meinem Server 17x heruntergeladen wurde.

Das VZ hat gestern Abend noch einen Kurier bei mir vorbeigeschickt der die Daten auf einem USB Stick mitgenommen hat. Wenn einer von euch eine Downloadurl zu den Daten findet bitte mal als Kommentar posten (den Schalte ich dann nicht frei) oder mir per E-Mail bescheid sagen.

 

 

 

Direktlink zum Artikel hier klicken

 

 


 

 

Ebenfalls witzig ist dieser Artikel

 


 

 

 

Ich bin gerade dabei mit einem Bot das gesammte VZ (StudiVZ, MeinVZ) zu crawlen und alle Profildaten und Bilder abzuspeichern. Entwickelt habe ich den Bot eben mal in PHP, JS und AJAX. Darüber hinaus werden mit PHP verschiedene Shell Scripte aufgerufen.

In nur knapp 4 Stunden Crawlen hat der Bot bereits __über__ 48000 Profile besucht und die Daten gespeichert. Es haben sich bereits knapp 3,8GB! an Profilbildern angehäuft :D

Ein Video vom Bot gibts unter “read more..”



Leider ist der Bot noch etwas verbuggt und ruft Profile noch doppelt auf – das ist durchaus ein Problem..
Eine Datenbank wo pro Sekunde über 300 ProfilIDs reinflattern nach bereits vorhandenen IDs zu durchsuchen vor dem reinschreiben ist extrem Speicher- und CPUlastig. Mal schauen ob mir hierfür noch eine Lösung einfällt.

Das Prinzip vom Bot ist releativ einfach erklärt:
Gestartet wird mit einem Hauptprofil. In diesem Hauptprofil durchsucht der Bot die Freundesliste und speichert alle ProfilIDs der Freunde ab. Dann besucht er wiederrum die Profile der Freunde und macht hier wieder das selbe. Mal schauen wieviele Profile ich zusammen bekomme bis das Bot Profil im sVZ gesperrt wird.


Gespeichert werden folgende Daten:
Profilbild, Vor und Nachname, Geschlecht, Beziehungstatus, ProfilID, GebDatum, Wohnort bzw. Uni, mit welchen Freunden der Benutzer verknüpft ist sowie weitere Daten..

Ach, und die Captchas die hin und wieder mal abgefragt werden crackt der Bot auch alleine – die sind eh sehr sehr einfach auszulesen :P

Edit:
Da mich releativ viele anschreiben und wissen möchten ob der Bot zu verkaufen ist: Nein ist er zz. noch nicht. Später vll. mal wenn ich ihn komplett fertig habe.

Zu den vielen Anfragen wie das ganze genau abläuft:
PHP spielt dem StudiVZ vor, es sei ein ganz normaler Browser (Opera). So, wenn jetzt ein Profil aufgerufen wird lass ich als erstes über wget (Linux Shell Command) die komplette Seite gerendert auf meinem Server abspeichern unter der BenutzerID. Jetzt kommt wieder PHP zum Einsatz. Ich hab mir verschiedene Punkte gesetzt wo PHP anfangen soll einen Teil rauszucutten und wo aufhören. Alles, was zwischen diesen Punkten ist wird abgespeichert. Natürlich kommen pro Profil mehrere solcher Punkte zum Einsatz. Beispiel:

<dt>Name:</dt><dd>
Max Mustermann
</dd><dt>Verzeichnis:</dt>

Den oberen und unteren Code suche ich im Dokument. Alles was dazwischen steht ist natürlich der Name der Person.

 


 

Direktlink zum 2ten Artikel

 

 

 

 

neben dem Youtube Video steht ausserdem folgender Text 

 

 

 

*Klick*

 

 

 

 


Ein von mir entwickelter Bot für das sVZ bzw. mVZ.. Basiert auf PHP, JS, AJAX und diversen shell scripten die von PHP via shell_exec() aufgerufen werden. Leider noch etwas verbuggt da teilweise Profile doppelt und dreifach gecrawlt werden.. Gesammelt werden die Bilder sowie ALLE zugängliche Profildaten. Die Profildaten werden dann in eine ORACLE Datenbank geschrieben und können später ausgewertet werden. In nur 4 Stunden Crawlen hat der Bot bereits ÜBER 48000 Profile besucht..

Ich probiere das gesammte VZ zu crawlen und werde dann eine grafische Auflistung generieren lassen wer wen kennt über welche Ecken..

Bereits eingebaut ist eine Funktion die die Benutzer "verkuppelt". Der Bot sucht jeweils ein weibliches und ein männliches Profil und schreibt beiden eine Pinnwand MSG. Leider können aufgrund des Spamschutzes pro Tag nur maximal 20 Einträge auf Fremde Pinnwände geschrieben werden. Ach und die Captchas werden auch automatisch ausgelesen und gecracked ;)

 



Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.
Joachim Ringelnatz






 

Quellen:


http://futurezone.orf.at/stories/1629631/ 

 

http://3x1t-de.eva.3x1t.net/?p=462


http://3x1t-de.eva.3x1t.net/?p=200

von Parkgott - veröffentlicht in: Digitale Welt........
Kommentar hinzufügen - Kommentare () - empfehlen
Freitag, 16. oktober 2009 5 16 /10 /2009 21:52

Der deutschen Bürgerrechtsplattform Netzpolitik.org sind über eine Million Datensätze von jugendlichen Nutzern des Sozialen Netzwerks schülerVZ zugespielt worden. Die Betreiber bestätigten mittlerweile die "illegale Datenkopie" und prüfen derzeit, wie die Daten gesammelt wurden.


Netzpolitik.org gab am Freitag bekannt, dass ihr "mehr als eine Million Datensätze" von schülerVZ-Nutzern zugespielt worden seien. SchülerVZ ist ein Spin-off des Sozialen Netzwerks studiVZ, beide Sites gehören zum deutschen Medienkonzern Holtzbrinck.


Netzpolitik.org-Autor Markus Beckedahl schrieb, er und sein Team hätten einige Datensätze verifiziert und die Personen bei schülerVZ gefunden. Die Datensätze enthalten Felder mit Profil-ID, Name und Schule mit ID. Auch Datensätze mit detaillierteren Informationen wie Geschlecht, Alter und Profilbild seien enthalten. Mit den Listen ließen sich schnell und einfach Datenabfragen der User erstellen.

"Es ist damit möglich, sich beispielsweise alle 13-jährigen Mädchen an einer bestimmten Schule anzeigen zu lassen", so Beckedahl am Freitag gegenüber ORF.at. Die Personen, die ihn auf das Datenleck aufmerksam gemacht hätten, seien erstmals vor zwei Wochen an ihn herangetreten, dann habe er damit begonnen, die Vorwürfe zu prüfen. Vor drei Tagen sei ein weiterer Datensatz bei ihm eingelangt.

Die Daten seien mittels einer automatisierten Abfrage über eine ungesicherte Schnittstelle bei schülerVZ ausgelesen worden, so Beckedahl.


SchülerVZ prüft Vorfall

In einem Eintrag auf dem offiziellen Blog bestätigten die Betreiber der VZ-Netzwerke (schülerVZ, studiVZ, meinVZ) am frühen Freitagabend die "illegale Datenkopie". Ein schülerVZ-Nutzer habe eine "Vielzahl von Profilen" aufgerufen und davon Kopien erstellt, lautete die offizielle Stellungnahme. Die Datensätze enthalten demnach jene Daten, die auch für andere schülerVZ-Nutzer einsehbar sind, wie Name, Alter, Schule, Geschlecht, Alter und das Profilfoto.

Die Betreiber erklärten weiters, sofort Maßnahmen ergriffen zu haben, um weitere illegale Zugriffe auszuschließen. Zudem hätten sie die Datenschutzbehörde informiert und würden rechtliche Schritte gegen unbekannt einleiten. Auf Nachfrage von ORF.at sagte eine Sprecherin der VZ-Netzwerke, dass die Technik derzeit prüfe, von wem und vor allem wie die "Vielzahl" von Daten ausgelesen werden konnte.

In einem weiteren Posting auf dem offiziellen Blog erklärt der Anbieter, dass der Zugriff auf eine erhöhte Anzahl von Profilen in einem kurzen Zeitraum mittlerweile eingeschränkt worden sei. Darin wird außerdem erklärt, dass ein einzelner Nutzer mit "ausreichend Zeit" durchaus eine große Anzahl von Daten auslesen könne, in dem er alle Profile Seite für Seite ansieht und dann kopiert.

Datenlecks bei studiVZ

Bereits 2006 hatte der deutsche Blogger Don Alphonso mehrfach auf Datenlecks bei der schülerVZ-Mutter studiVZ hingewiesen. Das geschah noch vor dem Verkauf von studiVZ an Holtzbrinck. "Mich wundert, dass schülerVZ nichts aus diesen Erfahrungen gelernt hat", sagte Beckedahl zu ORF.at. "Es handelt sich dabei immerhin um Daten von Kindern und Jugendlichen."

Ob sich auch Daten von österreichischen Schülerinnen und Schülern unter den nun ausgelesenen Informationen befinden, konnte Beckedahl ad hoc nicht sagen. "Ein Länderfeld fehlt. Die Daten lassen sich anhand des Namens der Schule ordnen", so Beckedahl.

Beckedahl hat laut eigenen Angaben mittlerweile Hinweise auf weitere Sicherheitslecks erhalten, die er derzeit verifiziert.

(futurezone)

Quelle: futurezone.at



von Parkgott - veröffentlicht in: Digitale Welt........
Kommentar hinzufügen - Kommentare () - empfehlen
Dienstag, 6. oktober 2009 2 06 /10 /2009 10:22

Die französische Nationalversammlung wird ab Mittwoch über einen Gesetzentwurf beraten, der eine Neuregelung von Glücksspielaktivitäten im Internet vorsieht. Neben einem Aufbrechen des Monopols der Lotto-Gesellschaft La Française des Jeux (FdJ) durch Vergabe von Lizenzen an staatlich kontrollierte Anbieter von Sport- und Pferdewetten sowie Pokerspiel-Betreiber sieht der Gesetzentwurf laut der Bürgerrechtsorganisation La Quadrature du Net auch vor, dass der Zugriff auf nicht-legitimierte Angebote künftig per DNS-Blockade verhindert wird.

Wie La Quadrature du Net am heutigen Montag berichtet , soll die neu geschaffene Kontrollbehörde ARJEL (Autorité de Régulation des Jeux En Ligne) ohne richterlichen Beschluss darüber entscheiden können, welche Glücksspielseiten gesperrt werden und welche zulässig sind. Ähnlich war auch die Ausgangslage beim umstrittenen "Gesetz zur Verbreitung und zum Schutz kreativer Inhalte im Internet", das harte Strafen für französische Filesharer bis hin zu einer mehrmonatigen Sperrung des Internetzugangs vorsieht und gegen das die Sozialistische Partei (PS) Frankreichs gerade erneut Verfassungsbeschwerde eingereicht hat.

Auch hier sollte zunächst eine Behörde (Haute autorité pour la diffusion des oeuvres et la protection des droits sur internet, Hadopi) selbst darüber befinden dürfen, gegen wen und welche Strafen verhängt werden. Das Französische Verfassungsgericht urteilte jedoch , dass es Aufgabe von Richtern und nicht der Hadopi sei, darüber zu entscheiden, ob Verstöße so gravierend sind, dass sie Freiheitsbeschränkungen in Form von Internet-Zugangssperren rechtfertigen. Das festgeschriebene Recht auf Informationsfreiheit schließe heute auch den freien Zugang zu Online-Diensten ein, erklärten die Verfassungsräte damals.

In der Ende September vom Parlament verabschiedeten neuen Version des französischen Filesharing-Gesetzes wurde denn auch festgelegt, dass nur ein Gericht über das Kappen des Internetzugangs und weitere Strafen entscheiden dürfe - dies allerdings in Schnellverfahren und lediglich auf Grundlage von geloggten IP-Adressen. Der Sprecher von La Quadrature du Net, Jérémie Zimmermann, befürchtet nun, dass die Regierung in Paris das Glücksspielgesetz zum Anlass nimmt, eine Kontroll- und Sperrinfrastruktur auf Basis von Filtersystemen zu etablieren, die später auch auf andere Gebiete ausgeweitet werden könnte. (pmz/c't)



Quelle: heise.de
von Parkgott - veröffentlicht in: Digitale Welt........
Kommentar hinzufügen - Kommentare () - empfehlen
Sonntag, 4. oktober 2009 7 04 /10 /2009 12:57

Viele negative Wirkungen auf (insbesondere Jugendliche) Spieler wurden Computerspielen schon vorgeworfen. Relativ neu ist allerdings die Anschuldigung, Games würden Alkoholexzesse unter jungen Spielern fördern - nun erhoben gegen das populäre MMORPG World of Warcraft (WoW).

Anlass der Kritik ist ein virtuelles "Braufest", das momentan in der Spielewelt des geradezu irrsinnig beliebten Fantasy-RPGs stattfindet. Dieses wurde inspiriert vom Oktoberfest und dreht sich (wie sein Gegenstück in der realen Welt auch) primär um Alkohol. Einige Wettkämpfe basieren darauf, so betrunken wie möglich zu sein. So beispielsweise die Jagd nach dem Fantasiewesen Wolpertinger: "Die hasenähnlichen Wesen werden für euch aber erst sichtbar wenn ihr richtig betrunken seid. Kauf euch also den stärksten Alkohol, den ihr auf dem Braufest finden könnt und kippt ihn so lange runter, bis ein Wolpertinger vorbeigesprungen kommt." Auch in anderen Spielen wie beispielsweise NCSofts Guild Wars spielen alkoholische Getränke eine gewisse Rolle; so kann man beispielsweise "Säufertitel" erringen, wenn man eine entsprechende Anzahl von Spielminuten lang betrunken ist, was sich auch durch entsprechende Effekte wie ein verzerrtes Bild und das zufällige Durchführen bestimmter "Emotes" durch den Charakter bemerkbar macht. Beim Braufest allerdings wird dem Alkoholgenuss in besonders konzentrierter Art und Weise gehuldigt. Das rief nun Jugendschützer auf den Plan.

Die geäußerte Kritik basiert unter anderem darauf, dass bei WoW bereits Zwölfjährige "virtuell mitbechern" können. Darin sehen einige Kritiker eine Jugendgefährdung. "Das Spiel unterläuft damit eindeutig das Jugendschutzgesetz", kommentiert beispielsweise Christa Merfert-Diete von der deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (Hamm) entsetzt. Den Einwand, dass es sich bei einem MMORPG immerhin um eine virtuelle Welt handle, läßt sie nicht gelten: "Werte der realen Welt werden infrage gestellt," ist sie überzeugt. Zudem würden "Gesetze konterkariert" und "die Gefahr des Alkoholkonsums verharmlost." Ähnlich sieht es das Bundesfamilienministerium: "Aus Sicht des Kinder- und Jugendschutzes sind jegliche Angebote mit der Botschaft ,Saufen, um zu gewinnen sehr kritisch zu sehen", erklärte das Ministerium gegenüber der Münsterländischen Volkszeitung

Ebenfalls eine sehr kritische Meinung hat Professor Christian Pfeiffer, Spielern schon lange als einer der entschiedensten und lautstärksten Gegner ihres Hobbies bekannt. Pfeiffer läßt kein gutes Haar an WoW: Er hält das MMORPG für "das gefährlichste Computerspiel, das auf dem Markt ist". Aus seinem Munde will das etwas heißen angesichts der Braufestschrecklichen Folgen, die er beispielsweise auch durch das Spielen von Counterstrike und ähnlichen Shootern befürchtet. Die Begründung dafür allerdings erscheint aus Spieler-Sicht etwas kurios: Das Spiel "verharmlose nicht nur Alkohol" (was angesichts der jüngsten Geschehnisse zumindest nicht völlig aus der Luft gegriffen ist), sondern "verherrliche auch Gewalt." Ob sich Pfeiffer dabei auf das Abschlachten von Monstern bezieht? Oder eher auf die Team-Fights im Player-versus-Player-Bereich? Angesichts der bunten und eher wenig detaillierten Comic-Grafik von WoW kann wohl in beiden Fällen von einer realistischen Gewaltdarstellung keine Rede sein. Eine genauere Erklärung blieb Pfeiffer allerdings schuldig.

Eine Ankündigung von WoW-Publisher Blizzard, man werde in Zukunft "alkoholnahe Spielsequenzen" aus dem Spiel entfernen, ist den Kritikern dabei nicht genug und wird von ihnen als reines "Lippenbekenntnis" kritisiert. Pfeiffer begrüßte es daher, dass die Länder Bayern und Niedersachsen die Absicht haben, ein Rechtsgutachten erstellen zu lassen, das die Altersfreigabe für WoW überprüft. Pfeiffer rechnet mit einer Fertigstellung des Gutachtens noch in diesem Jahr - und damit, dass WoW ab diesem Zeitpunkt erst ab 18 Jahren freigegeben sein könnte. (Annika Kremer)

(Danke an titus_shg für den Tipp!)

 

 

Quelle:  Gulli.com

 

 

 

 

von Parkgott - veröffentlicht in: Digitale Welt........
Kommentar hinzufügen - Kommentare () - empfehlen
Samstag, 3. oktober 2009 6 03 /10 /2009 17:46

Die deutsche Piratenpartei konnte bei ihrem ersten Auftreten bei einer Bundestagswahl beachtliche zwei Prozent der Zweitstimmen holen. In einem Gastkommentar für ORF.at analysiert der deutsche Politikwissenschaftler Christoph Bieber das Ergebnis. Starker Online-Wahlkampf, die Schwäche der etablierten Linken auf dem Gebiet der Netzpolitik sowie die Erosion der Volksparteien gaben den Piraten demnach Rückenwind.


Die neue Struktur des Parteienwettbewerbs gilt als eines der wesentlichen Resultate der Bundestagswahl vom 27. September 2009. Gemeint sind damit meist die Festigung des Fünfparteiensystems sowie das schlechte Abschneiden der einstmals großen Volksparteien. Doch auch unterhalb der Fünfprozenthürde ist Bewegung ins Parteiengefüge der BRD gekommen: mit 2,0 Prozent - das sind rund 880.000 Wähler - ist die Piratenpartei die größte unter den kleinen Parteien und nun endgültig auf dem politischen Radarschirm aufgetaucht.

Das sieht zunächst nicht wie ein überwältigender Erfolg aus, denn von den magischen fünf Prozent, die ihr den Einzug in den Bundestag erlauben würden, ist die thematisch auf "digitale Bürgerrechte" fokussierte Partei noch sehr weit entfernt – allerdings ist das Tempo der Parteienentwicklung mehr als erstaunlich. Noch zu Jahresbeginn hatte die deutsche Piratenpartei nicht einmal 1.000 Mitglieder. Die seit Anfang 2009 tobende öffentliche Debatte über die Einführung von "Netzsperren" führte zum sprunghaften Anstieg der Mitgliederzahlen – allein über das Wahlwochenende kamen etwa 350 Anmeldungen hinzu.

Mit dem kurz vor der Bundestagswahl verabschiedeten "Zugangserschwerungsgesetz" führte die deutsche Bundesregierung ein System ein, mit dem das Bundeskriminalamt ohne richterliche Kontrolle eine geheime Sperrliste führt, die alle Provider übernehmen müssen. Lediglich der Bundesdatenschutzbeauftragte soll Einsicht in die Liste erhalten. Auf dieser Sperrliste sollen die Netzadressen von Kinderpornoanbietern verzeichnet sein. Opposition und Bürgerrechtler kritisieren das Gesetz, mit dem eine zentrale Polizeibehörde Kontrolle über ein Massenmedium erhält, den Einstieg in die staatliche Zensur. Die Debatte über das Gesetz verschaffte der deutschen Piratenpartei starken Zulauf.

Wendepunkt Internet-Sperrgesetz

Im Rückblick waren zwei Ereignisse dabei von besonderer Bedeutung: die äußerst populäre und von 134.000 Menschen unterzeichnete Online-Petition gegen das "Zugangserschwerungsgesetz" im Mai und der zugehörige Bundestagsbeschluss vom 18. Juni. Die Auseinandersetzung um das mit den Stimmen der Regierung beschlossene Paket verschaffte den Gegnern erhebliche Aufmerksamkeit und sorgte für massiven Zulauf bei der Piratenpartei. Erst dadurch gelang es, die Zulassung zur Bundestagswahl sicherzustellen – am 31. Juli. Im Wahlkampf befanden sich die Piraten demnach gerade einmal zwei Monate. Eine immense Herausforderung, zumal gleich zwei Aufgaben zu lösen waren: die Organisation des Wahlkampfs und der Aufbau einer rasch wachsenden Parteistruktur.

Vor diesem Hintergrund ist das Wahlergebnis also durchaus als Erfolg zu werten, zumal außerdem nur ein schmaler Etat für die Durchführung eines klassischen "Offline-Wahlkampfs" zur Verfügung stand – das wird sich künftig ändern, denn die insgesamt 845.904 Wählerstimmen sichern einen nicht unerheblichen Anspruch auf staatliche Mittel zur Parteienfinanzierung.

Einschnitte bei den Grünen

Doch wie ist das Resultat näher zu bewerten, und was bedeutet der Ausgang der Bundestagswahl für die weiteren Perspektiven der Piratenpartei?

Zunächst einmal scheinen die Gewinne der Piraten ein besseres Resultat der Grünen verhindert zu haben – die Hochburgen der Piraten liegen über das ganze Land verteilt in Hochschulstädten, einem klassischen Stimmenreservoir auch der grünen Konkurrenz. Die Auswertung der Resultate ist in noch vollem Gange und von außen sehr gut nachvollziehbar, denn das Piraten-Wiki dokumentiert minutiös die Wahlergebnisse und hebt ein besonders "piratiges" Abschneiden hervor.

Die Darstellung der Ergebnisse im Piraten-Wiki schlüsselt nicht nur die Resultate nach Bundesländern auf, sondern kommentiert besonders gute und schlechte Teilergebnisse. So muss sich der strategisch wichtige Landesverband Nordrhein-Westfalen die Zeile "#fail :( warum?“ gefallen lassen – mit 1.7% blieben die Piraten dort deutlich unter dem Bundesschnitt.

Wahlkampf als Rollenspiel

Hier wird nochmals die auf gegenseitige Motivation und internen Konkurrenzkampf angelegte Organisations- und Kommunikationskultur der Piratenpartei deutlich: bisweilen ähnelte die "Mission Bundestagswahl" einem Rollenspiel, das in eine Folge von Teilaufgaben zerlegt war: Europawahl, Zulassung zur Bundestagswahl, Übernahme der Mehrheiten in den Sozialen Netzwerken, Mitgliederwerbung. Das vorerst letzte "Quest" war eben die Bundestagswahl am Sonntag.

Unmittelbar nach der Bundestagswahl beginnt nun schon die Ausrichtung auf die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im kommenden Mai. In inhaltlicher Perspektive dürfte es nicht schwierig werden, sich auch weiterhin öffentlichkeitswirksam in die "Netzpolitik" der Bundestagsparteien einzumischen. Es ist nicht davon auszugehen, dass in der schwarz-gelben Regierung die Debatte um digitale Bürgerrechte prominent auf der Agenda platziert wird, außerdem waren CDU/CSU und FDP bei der wichtigen Abstimmung zum Zugangserschwerungsgesetz gespalten: die Christdemokraten hatten das Gesetz nahezu vollständig unterstützt, die Liberalen stimmten mehrheitlich dagegen.

SPD und Grüne: Netzpolitische Strategie fehlt

Auch die drei übrigen im Parlament vertretenen Parteien haben viele Onliner nicht wirklich überzeugen können – die SPD hat ihren Kredit durch die Zustimmung zum Gesetz im Juni weitgehend verspielt, für die Linkspartei ist Netzpolitik nur ein Randthema und auch die Grünen haben im Jahresverlauf keine eindeutige und überzeugende Position in dieser Frage bezogen.

Dennoch dürften sich in Zukunft vor allem die Grünen und die Piratenpartei einen Streit um die positive "Besetzung" des Themas liefern – hier könnte den Piraten zumindest kurzfristig die programmatische Fokussierung auf digitale Bürgerrechte zugute kommen, denn die Grünen müssen sich wesentlich breiter positionieren, um ihre Bereitschaft zur Mitwirkung in verschiedenen Koalitionskonstellationen zu zeigen – genau deshalb dürfte dieses Thema aber keinen allzu breiten Raum einnehmen.

Themen- vs. Volkspartei

Kurzfristig scheint die Ausweitung des Parteiprogramms für die Piratenpartei daher nicht zwingend geboten – allerdings müssen die Piraten noch stärker als bisher auf die Besonderheit ihres Themenfeldes aufmerksam machen. Die Skizzierung eines "Superministeriums" für die Wissens- und Informationsgesellschaft weist schon in diese Richtung – das Politikfeld bietet zahlreiche Schnittflächen mit Bereichen wie Bildungspolitik (Medienkompetenz), Technologiepolitik (Softwarepatente, IT-Branche) oder auch Sozialpolitik (digitale Spaltung). Mit Blick auf den aktuell zu beobachtenden Verfall des Typs der Volkspartei scheint die schnelle Entwicklung eines breit gefächterten Thementableaus nicht unbedingt ratsam – das deutsche Parteiensystem bietet durchaus Raum für Nischen, vor allem für solche mit Zukunftsperspektiven.

Insgesamt scheinen die Aussichten für die Piratenpartei mit Blick auf das Wahljahr 2010 eher günstig zu sein. Allerdings birgt die rasante Entwicklung auch Gefahren, denn wer sich so schnell in der politischen Landschaft etablieren kann, der möchte sich auch schnell weiter entwickeln. Und sollte in Nordrhein-Westfalen, das im Ergebnisvergleich bei der Bundestagswahl fast schon wie ein kleiner Problemfall wirkt, kein Ergebnis auch nur in der Nähe der 5%-Hürde eingefahren werden, dann besteht die Möglichkeit einer ersten Krise – denkbar sind etwa Abwerbungsversuche anderer Parteien, die engagierten Neu-Politikern Gestaltungsspielräume im parlamentarischen Raum anbieten könnten.

Doch zunächst einmal wird sich die Piratenpartei einer ausgiebigen Analyse der Bundestagswahl widmen, die eigenen Organisationsstrukturen konsolidieren und sich dann auf das nächste Level konzentrieren: den Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen, bei dem der zuständige Landesverband massive Unterstützung auch aus anderen Bundesländern erhalten wird. Dabei dürften aus den Online-Aktivitäten der Partei wieder einige neue Impulse den Weg in die Offline-Welt finden und die politische Landschaft in Deutschland weiter verändern.

 

(Christoph Bieber)



Quelle:   futurezone ORF
von Parkgott - veröffentlicht in: Digitale Welt........
Kommentar hinzufügen - Kommentare () - empfehlen
Montag, 28. september 2009 1 28 /09 /2009 22:03

Ein Verkauf der Telekom-Tochter T-Systems ist seit dem Einstieg des Finanzinvestors Blackstone immer wieder im Gespräch. Bislang scheiterte dies unter anderem am Veto des Bundes: T-Systems betreibt das Telekommunikationsnetz, das die vertrauliche E-Mail- und Telefon-Kommunikation zwischen einzelnen Regierungsstellen im abgeschirmten Informationsverbund Berlin-Bonn (IVBB) ermöglicht. Der Verkauf von T-Systems an ausländische Anbieter könnte dazu führen, dass fremde Geheimdienste E-Mails abfangen oder Telefonate mithören, so die Befürchtung des Bundes.

Nach einem Bericht der Wirtschaftswoche will der Bund den Betrieb des Netzes nun nicht mehr ausschreiben, sondern ihn selbst übernehmen. Im Bundesverwaltungsamt in Köln soll die neue Leitstelle angesiedelt werden, schreibt das Blatt. Der IT-Direktor des Bundes, Martin Schallbruch, sagte dem Magazin: "Wir nehmen die zentrale Steuerung und den Betrieb des Netzes selbst in die Hand, damit wir besser, billiger und sicherer werden".

Bis 2010 will der Bund den Netzumbau abschließen. Laut Schallbruch soll damit zudem ein einheitliches Hochsicherheitsnetz entstehen, das Bundesregierung, Bundesverwaltung und die Bundesländer miteinander verbindet. Die mit unterschiedlichen Sicherheitsstandards nebeneinander existierenden diversen staatlichen Netze sollen dadurch entfallen. Zudem möchte Schallbruch beim Bezug der Infrastruktur künftig mit verschiedenen Anbietern zusammenarbeiten; die Telekom verliere ihre Position als technischer Hoflieferant.

Mit dieser Maßnahme stünde einem Verkauf von T-Systems oder zumindest von Teilen des Unternehmens an ausländische Konkurrenten aus der Sicht des Bundes nichts mehr im Weg. Die Telekom sucht seit langem nach einem Partner für diese Sparte, ist jedoch trotz einem geplanten Abbau von jährlich 3000 bis 4000 Arbeitsplätzen noch nicht fündig geworden. (ll/c't)








Quelle: heise.de
von Parkgott - veröffentlicht in: Digitale Welt........
Kommentar hinzufügen - Kommentare () - empfehlen
Sonntag, 20. september 2009 7 20 /09 /2009 16:10
von Parkgott - veröffentlicht in: Digitale Welt........
Kommentar hinzufügen - Kommentare () - empfehlen

www.ParkGott.de



Banner 200x100 Festivals 2010 schwarz




...im Netz

 
 
 
 
    

_





Mister Wong Webnews Icio Oneview Linkarena Favoriten Seekxl Kledy.de Social Bookmarking Tool BoniTrust 40 Plus - Blog & Bookmark Bookmarks Favit Newskick Newsider Linksilo Readster Folkd Yigg Digg Del.icio.us Reddit Jumptags MyTagz Simpy Stumbleupon Slashdot Bookmarks.at Furl Yahoo Spurl Google Blinklist Blogmarks Diigo Technorati Newsvine Blinkbits Ma.Gnolia Smarking Netvouz Tagthat Alltagz Infopirat Klickts Newstube Tausendreporter Windows Live Favorites SEOigg Facebook Microsoft Developer Network Online SOFTigg Social Bookmark Informationen



Zufallsbilder

  • 1-Erfurter-Stadtkursrennen-foto-by-Parkgott-010.jpg
  • 1-Erfurter-Stadtkursrennen-foto-by-Parkgott-067.jpg
  • Balu_0338.JPG

Kalender

Januar 2010
M D M D F S S
        1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31
             
<< < > >>
 
Erstellen Sie einen Blog auf de.over-blog.com - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Missbrauch melden - Articles les plus commentés