Quelle: BR-Online
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Stuttgart hat den Veranstaltern die Austragung des „Intel Friday Night Games Season 1“-Turniers in der baden-württembergischen Hauptstadt untersagt. Die Profispieler wollten in der Stadt am 27. März „Counterstrike 1.6“, „Warcraft 3“ und „Counterstrike: Source“ spielen.
Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) begründete die Absage des ESL-Turniers damit, dass angesichts „der Ereignisse und des schrecklichen Amoklaufs in Winnenden und Wendlingen, bei dem 15 Menschen getötet wurden“, eine „solche Veranstaltung“ derzeit nicht in Stuttgart akzeptiert werden könne. Dies ergebe sich allein aus der Verantwortung, die man gegenüber den Familien und Angehörigen der Opfer des Amoklaufs habe. Die Stadt Stuttgart habe bereits in der vergangenen Woche versucht, den Veranstalter des Turniers dazu zu bewegen, zumindest in der baden-württembergischen Hauptstadt andere Spiele zu spielen als die in der Kritik stehenden Counterstrike-Titel. Das lehnte man aber ab. Auch eine Schweigeminute war nicht geplant, wie Ibrahim Mazari, Pressesprecher des Veranstalters, gegenüber dem Stuttgarter Wochenblatt im Vorfeld des Turnierverbots mitteilte.
Mazari verglich die ESL Pro Series dabei auch mit der Bundesliga in Deutschland und verwies darauf, dass die geplanten Titel ab 16 beziehungsweise ab 12 Jahren freigegeben wurden. Kritiker der Spiele lud er dazu ein, das Spielgeschehen am 27. März zu verfolgen. Auch eine sogenannte Eltern-LAN war an diesem Datum geplant. Auf ihr sollten sich interessierte Erziehungsberechtigte mit den gängigen Titeln, die heute gespielt werden, auseinandersetzen können.
Quelle: ComputerBase.de
Beschwerde abgewiesen

Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag will die Altersgrenze für die elektronische Speicherung personenbezogener Daten von bisher 16 Jahren auf 14 oder 12 Jahre absenken. Das berichtet die Berliner Zeitung. Damit solle eine bessere Überwachung terrorverdächtiger Minderjähriger erreicht werden, zitiert die Zeitung den innenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Hans-Peter Uhl. Noch vor der Sommerpause solle das Verfassungsschutzgesetz geändert werden.
Oppositionspolitiker kritisieren laut dem Bericht die Pläne. Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Max Stadler sieht demnach eine Grenze überschritten: "Ich kann mir nicht vorstellen,
dass es ein unabweisbares Bedürfnis für solche Praktiken gibt." Der Grüne Jerzy Montag meint, die Union gebe sich "dem allgemeinen Wahn nach vollständiger Überwachung" hin. Auch in der
mitregierenden SPD rege sich Kritik: "Das sind Vorschläge, die mir überhaupt nicht nötig erscheinen. Es gibt also keinen Grund, dem Vorschlag zu folgen", sagte laut dem Zeitungsbericht der
Vorsitzende des Innenausschusses, Sebastian Edathy (SPD).
Auch ohne Rechtsgrundlage sind Verfassungsschützer aber bereits aktiv geworden, die Daten von Personen unter 14 Jahren elektronisch abzuspeichern, und zwar zwei Jahre lang in Sachsen-Anhalt. Der sachsen-anhaltische Innenminister Holger Hövelmann (SPD) hat kürzlich den Landesverfassungsschutz angewiesen, "unverzüglich alle Daten, die in elektronischer Form über Personen gespeichert sind, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, gesetzeskonform in Papierakten zu führen und alle elektronisch erfassten diesbezüglichen Daten zu löschen".
Die Speicherpraxis war durch Äußerungen des Leiters der Abteilung Verfassungsschutz bei Beratungen des Landtags-Rechtsausschusses bekannt geworden. Der FDP-Fraktionschef im Landtag, Veit Wolpert, sagte laut Berliner Zeitung: "Ich habe das Gefühl, für die Sicherheitsbehörden ist die Verfassung etwas, das man überwinden muss, statt sie zu schützen." (anw/c't)Nein, das ist leider kein Aprilscherz: Der Miniatur-Kernreaktor wird innerhalb der nächsten 5 Jahre frei verkäuflich sein. Gleich mehrere Firmen, unter anderem der Branchenriese Toshiba, wollen es möglich machen: jedem seine ganz "persönliche" Atomkraft.
Vergegenwärtigen wir uns folgendes Schreckensszenario: In der Titelgeschichte des Spiegels "Macht das Internet doof" (Heft 33/2008) konnte man lesen, dass Google darüber nachdenkt, eigene Serverfarmen auf schwimmenden Untersätzen hinaus über die 7 Meilen Zone zu ziehen, um sie überall verfügbar zu haben, dort wo sie gerade gebraucht werden auf der Welt. Dank Toshiba und anderen Mini-Reaktor-Herstellern gibt es dann auch die nötige leistungsstarke Energieversorgung. Außer Rechenleistung und Energieversorgung braucht es nicht viel und fertig ist der eigene Staat. Auf offener See oder in der Abgeschiedenheit einer Wüste braucht man sich dann nur noch an die eigenen Gesetze zu halten.
Heutzutage hinken die Utopien der Wirklichkeit hinterher. Die US-Regierung hat die Technologie lizenziert, mit der die in Arizona ansässige Firma Hyperion plant, eine neue Generation von Miniatur-Kernreaktoren auf den Markt zu bringen. Der Hyperion-Hydrid-Reaktor ist nicht viel größer als ein Whirlpool, ist völlig abgeschottet und für den Eigen-Betrieb vorgerüstet, hat keine beweglichen Teile und außer "Nachfüllen", erfordert die Maschine keinerlei Wartung. Der Reaktor wird eine Leistung von 27MW (Mega Watt) bringen, genug um 20000 Wohnungen zu versorgen, sagt Hyperion Energy, der Hersteller des neuen Reaktors. Die ersten Modelle werden das Fließband in fünf Jahren verlassen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Kernreaktoren, nutzt das
Hyperion-Modell kein Wasser für die Kühlung, das heißt, er kann praktisch überall eingesetzt werden, auch in der Wüste. Der Reaktor ist so konzipiert, dass er zunächst in Beton eingegossen und
dann vergraben wird, um während des Betriebes, die Gefahr der Überhitzung zu reduzieren. Der Reaktor muss alle 7-10 Jahre ausgegraben werden, um neu befüllt zu werden, aber ansonsten kann er
völlig ungestört arbeiten. "Unser Ziel ist es Strom für 10 Cent pro Watt überall auf der Welt zu erzeugen", sagt Hyperion Geschäftsführer John Deal. Er meint weiter, dass schon mehr als
100 Bestellungen aufgegeben wurden, sowohl von der Öl- und Strom-Industrie, sowie von jungen Nationen. Die geringe Größe des Reaktors macht ihn ideal für kleinere, isolierte Gemeinschaften, die
dadurch die hohen Kosten für High-Power-Stromleitungen vermeiden können.
Da Strom zu jeder einzelnen Betriebsstunde produziert wird, ist die Gesamtenergieleistung 15 mal größer, als beim weltweit größten 150 Meter hohen 5 MW Windkraftrad. Die Gesamtkosten belaufen
sich auf 25 Millionen US-Dollar. Er erzeugt keine Treibhausgase, während des Betriebs und auch, wenn man die gesamte Herstellung berücksichtigt, kommt er auf viel weniger Kohlenstoff-Ausstoß als
sogar bei der Wind-oder Solarenergie nötig sind.
"Wir haben jetzt eine Sechs-Jahre-Warteliste", sagt Deal. "Wir
befinden uns in Gesprächen mit den Entwicklern auf den Cayman-Inseln, Panama und den Bahamas".
Der Reaktor verwendet einen Uran-Hydrid-Kern, umgeben von Wasserstoffgas. Der Brennstoff ist nicht angereichert, d. h. er kann nicht verwendet werden, um eine nukleare Waffe herzustellen.
Hyperion plant drei Fabriken für die Massen-Produktion der Reaktoren. Im ersten Schritt sollen die Kosten weiter gesenkt werden, im nächsten Schritt die Stückzahl gesteigert.
Toshiba, Nummer 1 auf dem Atom-Markt in Japan, arbeitet auch an einem eigenen Mini-Kernreaktor, dem "4S". Laut Firmenangaben stehen die vier S für "super-safe, small, and simple" - also super sicher, klein und einfach. Der 4S basiert auf einem kleinen 10 MW Modell, das bis zu seiner Nachfüllung 30 bis 40 Jahre arbeitet. Der 4S ist Natrium-gekühlt, und nutzt flüssiges Lithium-6, um den Reaktor zu drosseln, anstelle der herkömmlichen Kontroll-Stäbe, die normalerweise die Geschwindigkeit der nuklearen Kettenreaktion regulieren und kontrollieren. Wie Hyperions Modell ist der Reaktor vollständig versiegelt und erfordert keinerlei Wartung während des Betriebs.
Toshiba sagt, der Reaktor wird für weniger als 5 Cent pro kWh Strom herstellen. Eine Testversion des 4S ist geplant. Er soll 2012 in Alaska in einem Dorf namens Galena ans Netz gehen. Toshiba plant, den 4S danach für den Verkauf in Nordamerika und Europa anzubieten.
Auch die Startup Firma NuScale arbeitet an einem eigenen Mini-Reaktor-Design.
Schon 2005 sagte ein Fachmann von www.atomicinsights.com Bezug nehmend auf den Toshiba S4:
"Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele der
Wartungsfragen ungeklärt sind, die für so eine lange Zeit bedacht werden müssen. Dampfleitungen aus Stahl rosten, Ummantelungen werden spröde, Ventile und Kondensatoren benötigen eine
regelmäßige Reinigung und Inspektion, Dampf-Lecks sind nach wie vor tödliche Gefahrenquellen für die Betreiber, Dampfgeneratoren erfordern eine sorgfältige Kontrolle und Überwachung,
Wasser-Reinigungs-Systeme sind nach wie vor ein Muss, und Turbinen-Schmierung braucht sorgfältige Handhabung."
Und auch wenn die Firmen die Entsorgungsfragen schleifen lassen - das Zeug strahlt ja nur eine Million Jahre - Power to the People! hat schlagartig eine ganz andere Bedeutung. (double screening)






