Hello Kitty wird am 1. November 35! Die niedliche Katze ohne Mund wurde 1974 von der japanischen Designerin Yuko Yamaguchi erfunden. Zwei Jahre später kam das erste Hello-Kitty-Produkt von Sanrio auf den Markt – eine Geldbörse.
Seitdem lieben große und kleine Mädchen das niedliche Kätzchen. Mittlerweile gibt es bereits weit mehr als 20 000 Produkte mit der Zeichentrick-Figur, darunter Laptops, Toaster, Bettwäsche. Und seit 2008 ist Hello Kitty sogar Botschafterin für den japanischen Tourismus.
Was Sie noch nicht über Hello Kitty wussten
Hello Kitty hat einen Nachnamen. Sie heißt korrekt: Hello Kitty White.
Es gibt sie sogar doppelt: Hello Kitty hat eine Zwillingsschwester – Mimmy. Unterscheidungsmerkmal: Mimmy trägt die Schleife rechts, Kitty links. Außerdem ist Mimmy viel schüchterner und zurückhaltender als ihre Schwester.
Und sie hat sogar einen festen Freund: Dear Daniel.
Obwohl die süße Katze in Japan erfunden wurde, wohnt sie nicht etwa in Tokio, sondern in London – mit ihrem Papa George, Mama Mary und Schwester Mimmy.
Sie wiegt soviel wie drei Äpfel.
Hello Kitty hat keinen Mund, weil sie für ihren Besitzer immer etwas Positives vermitteln soll. Walter Cordes, Verkaufsleiter Sanrio: „Sie soll sich auch an die Stimmungslage ihres Besitzers anpassen können.“
Hello Kitty hat selbst eine Katze als Haustier – Charmmy Kitty wurde 2004 in die Sanrio-Produktreihe eingeführt. Merkmale: sie hat eine Halskette mit dem Schlüssel zu Kittys Schmuckkästchen umhängen, dazu ein pinkfarbenes Band am linken Ohr.
Ein offiziell lizenziertes Sanrio-Produkt aus dem Jahre 1997 sorgte für einen Skandal – das „vibrierendes Schulter-Massagegerät“. Zwei Jahre später tauchten zahlreiche Sex-Videos auf, in denen dieses „Massagegerät“ als Vibrator eingesetzt wurde.
Hello Kitty‘s Motto lautet: „Du kannst nie zu viele Freunde haben“.
Ihre Hobbys: Reisen, Lesen, Musik hören und leckere Cookies essen.
Sie geht auch in die Luft: Die taiwanesische Linie „Eva Airways“ schickt ihre Flugzeuge nur noch mit Katzen-Logo in den Himmel.
Wenn es nach Hello-Kitty-Designerin Yuko Yamaguchi geht, sollen in zehn Jahren auch Männer stolz Hello-Kitty-Produkte tragen. Ein bisschen Träumen muss wohl erlaubt sein...
Moskau - Ein betrunkener deutscher Flugpassagier hat mit seinem unausstehlichen Benehmen eine Lufthansa-Maschine zu einem Zwischenstopp in Russland gezwungen.
Der Pilot des Airbus A340 von München nach Tokio habe die Landung in der Stadt Chabarowsk im äußersten Osten Russland am Samstag angeordnet, um für Ruhe an Bord zu sorgen. Das teilte eine Sprecherin der russischen Verkehrsbehörden nach Angaben der Agentur Interfax mit.Nach der Landung seien russische Grenzschützer an Bord gegangen, um den Passagier zu beruhigen. Die Maschine flog nach einer Stunde weiter nach Japan.
sto/dpa/sp
Von Malte Göbel
Der 1. Mai wird heiß in Berlin: DGB, Linksradikale und NPD haben Demonstrationen angemeldet, ein Basketballspiel verkompliziert die Sicherheitslage. Die Polizei beschwichtigt: Sie sei "sporterprobt" und rechnet mit einem ruhigen Verlauf.
Berlin - Viel unverblümter kann man einen Aufruf zu Gewalt wohl nicht formulieren: "DGB-Chef Sommer fürchtet, dass es zu sozialen Unruhen kommen könnte. Wir wollen explizit diese sozialen Unruhen und werden alles tun, damit sie eintreffen." - Willkommen bei der Pressekonferenz der Organisatoren der "Revolutionären 1. Mai-Demonstration", zu der am Freitagabend in Berlin-Kreuzberg 10.000 Teilnehmer erwartet werden.
Berlin steht ein ereignisreicher 1. Mai bevor. Einen ersten Vorgeschmack lieferten in den vergangenen Wochen die Aktionen von autonomen Linksradikalen: Sie randalierten am Hackeschen Markt, steckten immer wieder Autos in Brand: Fast in jeder Nacht tauchen Aktionen im Polizeibericht auf. Zuletzt brannten in Treptow und Neukölln zwei Autos, und Banken in Pankow und Mitte wurden mit Steinen beworfen. Die Taten seien eindeutig politisch motiviert gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.
Es besteht Grund zur Sorge, dass es am "Tag der Arbeit" zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt. Traditionell kriselt es sogar bereits am Vorabend, der Walpurgisnacht. Dass diese in den vergangenen Jahren eher ruhig verlief, ist vor allem einem massiven Polizeiaufgebot zu verdanken. Das Konzept wird in diesem Jahr neu aufgelegt: Halteverbotszonen und Straßensperren um den Mauerpark in Prenzlauer Berg und den Boxhagener Platz in Friedrichshain. Zudem werden beide Plätze die ganze Nacht durch mit Flutlichtstrahlern komplett ausgeleuchtet.
Für den 1. Mai selbst sind die folgenden Demonstrationen offiziell angemeldet und genehmigt worden:
Dazu ein Bruderkampf unter Basketball-Fans
Innensenator Ehrhart Körting (SPD) sagte am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses, das Spiel werde den Einsatzkräften die Arbeit zusätzlich erschweren. Zwischen beiden Clubs herrsche ein "erbitterter Bruderkampf", der immer wieder zu Schlachten zwischen den Fanlagern führe.
Die Fans sollen zudem Kontakte zur autonomen Szene des Landes haben und sich an den tagelangen Krawallen vom November 2008 beteiligt haben. Ein Grund mehr für die Veranstalter der abendlichen Demonstration, die Griechen zu sich einzuladen. "Sie sind herzlich bei unserer Abschlusskundgebung willkommen", erklärte ein Sprecher.
Die Berliner Polizei bemüht sich im Vorfeld des 1. Mai, den Ball flach zu halten. "Wir rechnen mit einem ruhigen Verlauf der Veranstaltungen", erklärt die Sprecherin der Berliner Polizei Berit Königsmann gegenüber SPIEGEL ONLINE. Die Vielzahl der Veranstaltungen stelle die Polizei vor keine Probleme, auch nicht das Basketballspiel: "Die Berliner Polizei ist sporterprobt." Wie in den letzten Jahren seien 5000 Beamte im Einsatz, sowohl Polizei als auch Bundespolizei. Die Berliner Verbände erhalten Verstärkung aus Thüringen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg.
Die Ankündigung der Demo-Veranstalter, "soziale Unruhen" hervorrufen zu wollen, bezeichnet Königsmann zunächst als "starken Tobak", schränkt dann allerdings ein: "Solche Aufrufe gab es in jedem Jahr, und wir haben die Lage immer in den Griff bekommen." Die "Gefährdungsbewertung" sei nicht anders als in den vergangenen Jahren. Zudem sei das Konzept der Berliner Polizei alternativlos: "Deeskalation - und dann ein gezielter Zugriff bei Gewalttaten".
Auch dieses Jahr wird Polizeipräsident Glietsch unterwegs sein. "Er wird sich selbst ein Bild von der Lage machen", bestätigt Polizeisprecherin Königsmann. Wann und wie sei aber noch unklar.
Quelle: Spiegel online